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DESCRIPTION:Gedanken zum Juni\n\n Gedenkt der Gefangenen als die Mitgefangenen und derer, die geplagt werden, als die ihr auch selbst noch im Leibe lebt. – (Hebräer 13,3).\nVerbundene Herzen\n\n\nVerfolgung und Verbundenheit\nDer Hebräerbrief blickt mitten in den harten, unbarmherzigen und oft brandgefährlichen Alltag der allerersten christlichen Gemeinden.\nGläubige jener Epoche erlebten täglich massive gesellschaftliche Ausgrenzung. Römische Behörden und das direkte Umfeld verfolgten sie schmerzhaft.Der biblische Autor fordert uns in Kapitel 13 nachdrücklich auf. Wir dürfen Gefangene und Geplagte niemals vergessen.Wir sollen uns tiefgreifend mit ihnen solidarisieren. Fühlen wir uns wie selbst in der dunklen Zelle eingesperrt. Wir teilen symbolisch dieselben schweren Eisenketten.\n\n\n\n\nDie eigene Komfortzone hinterfragen\nDiese radikale Aufforderung führt uns direkt zu einer tiefen existenziellen Frage. Unser moderner, geschäftiger Alltag weicht dieser Frage gerne aus.Oft verschließen wir die Augen vor dem unerträglichen Leid anderer. Wir schützen so unsere Komfortzone und den eigenen Seelenfrieden.Wegzusehen ist eine zutiefst menschliche und instinktive Reaktion. Die Not wird uns oft zu groß oder unbequem.Der biblische Text erinnert uns an unseren verletzlichen Körper. Totale soziale Isolation ist oft schwerer als physischer Schmerz.\n\n\n\n\nDas Vorbild Jesu Christi\nJesus Christus lebte uns diese grenzenlose, radikale Empathie unaufhörlich vor. Er ging ganz bewusst zu den gesellschaftlich Ausgestoßenen.Er berührte kranke Menschen und schützte die wehrlosen Geplagten. Seine Liebe ist kein abstraktes Konzept für Lehrbücher.Sie ist ein zutiefst aktives, revolutionäres Handeln im Hier und Jetzt. Diese Liebe reißt bis heute dicke Mauern ein.Gottes Geist verbindet uns unzertrennlich eng miteinander. Das Leiden unseres Nächsten muss unser eigenes Herz erschüttern.\n\n\n\n\nPraktische Nächstenliebe im Alltag\nFür die kommende Woche bedeutet dies ein spürbares Umdenken im Alltag. Wir begegnen täglich Menschen in unsichtbaren, inneren Gefängnissen.Sie leiden unter Einsamkeit, Existenzangst, Depression oder erdrückenden Sorgen. Wir können diese dicken Mauern der Isolation aktiv durchbrechen.Dafür schenken wir aufmerksam Zeit, Nähe und hören gut zu. Wir stehen im Alltag ganz praktisch füreinander ein.Gehen wir ermutigt und mit offenen Augen voran. Bringen wir das Licht der Hoffnung in diese Welt. Im gemeinsamen Tragen der Lasten erfahren wir Gottes Gegenwart.\n\n\n\nGebet\nVater im Himmel,\nmein Blick ist so oft nur bei mir selbst und meinen eigenen kleinen Sorgen. Ich bitte dich, öffne mir die Augen und das Herz für die Menschen um mich herum, die gerade schwere Lasten tragen oder sich isoliert und gefangen fühlen. Lass mich spüren, dass wir alle miteinander verbunden sind. Gib mir den Mut und die passenden Worte, um dort Licht hineinzubringen, wo es gerade dunkel ist. Danke, dass du uns niemals allein lässt.\n\nAmen.\n\n\nDie Losungen stehen unter dem Copyright der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine www.ebu.de ( http://www.ebu.de ). Weitere Informationen unter: www.losungen.de ( http://www.losungen.de ).\n
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