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Wort des Tages

Gedanken zum Tag für Mittwoch, den 6.5.2026

Gott hört deinen Schrei


Kennst du diese Momente, in denen die Worte fehlen und nur noch ein Seufzen übrig bleibt? Wir versuchen oft, vor Gott „funktionsfähig“ zu erscheinen, doch das Herz spricht eine andere Sprache.

In der Losung begegnen wir einem Gott, der sein Volk aus der tiefsten Ferne zurückholt. „Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten“, verspricht er durch Jeremia (Jeremia 31,9). Das ist kein passives Mitleid. Wenn Gott gedenkt (Zakar), dann setzt er sich in Bewegung. Er wird zum Hirten, der die Stolpersteine aus dem Weg räumt, damit die Weinenden nach Hause finden.

Diese göttliche Leidenschaft findet ihre Zuspitzung in Jesus. Der Hebräerbrief schildert uns keinen unnahbaren Gottessohn, sondern einen jüdischen Beter, der „mit lautem Schreien und Tränen“ seine Not vor den Schöpfer brachte (Hebräer 5,7). Jesus hat das Menschsein nicht nur beobachtet, er hat es durchlitten. Er ist die Antwort auf die Verheißung Jeremias: In ihm wird Gottes Zuwendung Fleisch und Blut.

Gott erwartet von dir heute keine theologischen Abhandlungen. Er wartet auf deine Ehrlichkeit. Dein Schmerz ist für ihn kein Hindernis, sondern der Ort, an dem seine Leitung beginnt. Wo darf er dich heute an die Hand nehmen?

Gebet:
Heiliger Geist, danke, dass du mein Weinen nicht ignorierst, sondern es in Trost verwandelst. Danke, Jesus, dass du meine Nöte aus eigener Erfahrung kennst. Nimm mich heute an die Hand und führe mich auf ebenem Weg. Amen.

Möchtest du heute einen Moment der Stille nutzen, um Gott einfach nur deine ehrlichen Gefühle hinzuhalten?


Die Losungen stehen unter dem Copyright der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine www.ebu.de. Weitere Informationen unter: www.losungen.de.