Wort des Tages
Gedanken zum Tag für Freitag, den 8. Mai 2026
Gottes Nähe bleibt Gegenwart
Manchmal fühlen wir uns wie Wanderer in einem unbekannten Gelände. Die alten Sicherheiten greifen nicht mehr, und wir fragen uns, ob die Kraft für die nächste Etappe reicht. In solchen Momenten der Unsicherheit brauchen wir mehr als gute Ratschläge – wir brauchen eine Zusage, die trägt.
König Salomo betete bei der Einweihung des Tempels ein tiefes Vertrauen aus: „Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vätern gewesen ist. Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab“ (1. Könige 8,57). Das ist aktives Gedenken: Gott wird gebeten, seine Treue aus der Vergangenheit jetzt, in diesem Augenblick, als schützendes Handeln zu aktivieren. Er ist der, der den Raum unserer Geschichte hält und uns nicht ins Leere fallen lässt.
In Jesus wird diese Hoffnung zur Gewissheit. Als der auferstandene, treue Lehrer vor seinen Freunden steht, weitet er den Horizont radikal: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Matthäus 28,18). Er ist der, der den Tod bezwungen hat und nun als Bevollmächtigter an unserer Seite geht. Sein Handeln ist kein Bruch mit der Geschichte Israels, sondern die Zuspitzung der Verheißung: Die Nähe Gottes ist nun personifiziert und grenzenlos.
Heute dürfen wir wissen: Er zieht seine Hand nicht ab. Seine Macht ist keine Drohung, sondern ein Schutzraum. Wir gehen nicht allein in das Wochenende; die Kraft des Heiligen Geistes wird hier eine Kraftquelle.
Worauf vertraust du heute mehr: Auf deine eigenen Möglichkeiten oder auf seine Zusage?
Gebet
Vater, du Ursprung alles Seins, danke, dass du uns heute nicht verlässt. Danke, Jesus, dass deine Vollmacht der Boden ist, auf dem wir stehen. Heiliger Geist, erfülle uns mit Mut und Zuversicht, dass wir in deiner Gegenwart geborgen sind. Amen.
Die Losungen stehen unter dem Copyright der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine www.ebu.de. Weitere Informationen unter: www.losungen.de.