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Wort des Tages

Gedanken zum Tag für Samstag, den 9. Mai 2026

Vom Segen zum Tröster


Hinter uns liegen oft Wochen, die uns erschöpft haben. Vielleicht fühlst du dich gerade wie das alte Israel: gezeichnet von Umbrüchen, ein wenig mutlos und unsicher, ob deine Geschichte noch eine gute Wendung nimmt.
Doch Gott spricht durch den Propheten Sacharja mitten in die Trümmer hinein: „Wie ihr nun ein Fluch gewesen seid unter den Völkern, so will ich euch nun helfen, dass ihr ein Segen sein sollt“ (Sacharja 8,13). Gott erinnert sich nicht nur an sein Volk, er handelt an ihm. Er, der Schöpfer, der den Raum der Geschichte hält, wandelt das Schicksal. Er macht aus Verlassenen Hoffnungsträger.
Diese Linie findet im Neuen Testament ihre Zuspitzung. Paulus berichtet von Gott als demjenigen, „der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind“ (2. Korinther 1,4). Hier bekommt der Segen ein Gesicht: Jesus, der jeden menschlichen Schmerz geteilt hat, wird zur Quelle unseres Trostes. Er ist nicht distanziert; er geht den Weg im Leid mit uns mit.
Der Transfer für dein Wochenende ist gewaltig: Dein Schmerz ist nicht das Ende, sondern die Geburtsstätte deiner Fähigkeit, anderen beizustehen. Die Kraft des Heiligen Geistes in dir verbindet dein geheiltes Herz mit der Not deines Nächsten. Du wirst zum Segen, weil du selbst heilende Nähe erfahren hast.
Wem in deinem Umfeld darfst du heute mit einem tröstenden Wort zeigen, dass Gott das Blatt wendet?

Gebet

Vater, du Ursprung des Lebens, danke, dass du mein Schicksal wendest und mich zum Segen setzt. Danke, Jesus, dass du meinen Schmerz kennst und mich tröstest. Heiliger Geist, gebrauche mich heute als Werkzeug deiner heilenden Nähe für andere. Amen.

Die Losungen stehen unter dem Copyright der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine www.ebu.de. Weitere Informationen unter: www.losungen.de.